Der Steinbock lebt praktisch
während des ganzen Jahres über
der Waldgrenze. Im Winter braucht er
sonnige, steile Hänge, wo der Schnee
abrutscht und Reste der Vegetation freigibt.
Steinböcke sind sehr ortstreu.
Lebensweise
Den grössten Teil des Jahres leben
die Bockrudel getrennt von den Geissenrudeln
in verschiedenen Arealteilen. Die Geissen
mit ihren Kitzen und Jährlingen bevorzugen
unzugängliche Felszonen.
Steinböcke leben vorwiegend tagaktiv.
Im Winter sind sie fast den ganzen Tag auf
Nahrungssuche.
Geschichte
Im Mittelalter war der Alpensteinbock
in der ganzen Schweiz verbreitet. Wegen rücksichtsloser
Jagd wurde 1809 im Kanton Wallis der letzte
Steinbock geschossen.
1906 wurden die ersten drei Steinkitze aus
dem italienischen Gran-Paradiso-Nationalpark
nach St. Gallen in den Wildpark gebracht.
Daraus entwickelte sich eine erfolgreiche
Zucht, so dass 1911 die ersten Tiere im Weisstannental
ausgesetzt werden konnten.
Heute bevölkern wieder ca. 15'000 Steinböcke
die Schweizer Alpen.
Ernährung
Der Steinbock sucht auf alpinen Trockenrasen,
Fels- und Schuttfluren seine Nahrung. Nebst
Gras, Kräutern und Blumen frisst er auch
Stauden, Flechten und Moose.
Die Feuchtigkeit der Pflanzen deckt weitgehend
den Wasserhaushalt, nur sehr selten trinkt
er Wasser.