Ein Informationszentrum für den Wildpark Peter und Paul
Wettbewerb
Nach der Zusage der Ria und Arthur Dietschweiler Stiftung die Finanzierung eines neuen Informationszentrums zu übernehmen, wurden im letzten Jahr vier Architekturbüros zu einem Wettbewerb eingeladen. Beurteilt wurden die anonym eingereichten Arbeiten von einer Fachjury bestehend aus Vertretern der Stiftung und der Wildparkgesellschaft, dem Präsidenten der Ortsbürgergemeinde als Grundeigentümerin, dem Stadtbaumeister und drei weiteren Fachpreisrichtern. Zu den Beurteilungskriterien zählten die Projektidee, der Einbezug der landschaftlichen Gesamtsituation, die Funktionalität und Raumorganisation, die architektonische Umsetzung, die Wirtschaftlichkeit und die Ökologie. Im Dezember 2009 ging die Studie pppp von Paul Knill Architekten BSA in Herisau als Sieger hervor.

Das Projekt
Das Siegerprojekt sieht einen einfachen, abgestuften Holzbau vor. Es fügt sich sehr gut in die vorhandene Situation ein und bildet zusammen mit dem bestehenden Unterstand und Atrium ein Ensemble. Die feine Gestaltung unterscheidet sich deutlich von einem banalen Zweckbau. Nach Westen eher verschlossen, öffnet er sich entlang des Weges mit einer durch Stützen strukturierten Verglasungsfront - hier wird die Aufmerksamkeit durch Einblicke ins Foyer geweckt. Das ausladende Satteldach wird in der Mitte sinnigerweise durch eine "Geweihstütze" gehalten.
Die Raffinesse der Gestaltung setzt sich im Inneren des Gebäudes fort: Alle Räume - Foyer, Inforaum, Vorbereitung - haben sehr gute Raumproportionen, die eine Vielzahl von Nutzungen ermöglichen. Gesamthaft betrachtet werden die im Raumprogramm gestellten Anforderungen auf diesem sensiblen Areal hervorragend umgesetzt.
Realisierung
Das Projekt wird erst nach Abschluss der zweiten Etappe der Felsensanierung, voraussichtlich im Frühjahr 2011, in Angriff genommen. Bis dahin werden die nötigen Bewilligungen eingeholt und ein baureifes Ausführungskonzept erarbeitet.
|